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Zahnbürstenhygiene im Überblick

Fachleute wissen um die Gefahr von Bakterien, Viren und Pilzen auf der Zahnbürste. So zitiert das Deutsche Ärzteblatt eine Studie, nach der orale Bakterien im Blut nachweisbar sind. Die Möglichkeit der Kontamination von Zahnbürsten durch pathogene Bakterien, Viren und Pilze wurde schon vor Jahren bewiesen, ist der Bevölkerung aber noch wenig bekannt.

Die Mundhöhle – normalerweise effektive Infektionsabwehr
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Die Mundhöhle ist die wichtigste Eintrittspforte für körperfremde Keime, deshalb erfolgt die Infektionsabwehr in der Mundhöhle normalerweise sehr effektiv. Dies gilt aber nur für gesunde Menschen. Sobald die Immunabwehr geschwächt ist, wird die Mundhöhle für Pathogene passierbar. Deshalb sollte bei gerade operierten Patienten, bei allen Menschen mit einer ausgebrochenen Krankheit, bei Menschen unter Chemotherapie die Keimzahl auf Zahnbürste, Zahnspange und Zahnprothese so gering wie möglich gehalten werden. Besprechen Sie eine eingeschränkte Immunfunktion am besten immer auch mit Ihrem Zahnarzt.

Die Zahnbürste – Infektionsquelle durch Ansammlung krankmachender Keime

Zahnbürsten, Zahnspangen, Zahnschienen und Zahnprothesen beherbergen selbst bei gründlicher Pflege viele Krankheitserreger. In einem Badezimmer können diese Keime nicht nur von einem selbst, sondern auch von Dritten stammen, da beim Zähneputzen ein Speichelaerosol erzeugt wird, das die Mundkeime durch die Luft verbreitet. Auf der feuchten Zahnbürste, die in einem warmen Feuchtraum kaum trocknet, finden diese Keime ideale Vermehrungsbedingungen.

Zusätzlich verlängert sich die Zeit zum Abtrocknen mit steigender Gebrauchsdauer, da die einzelnen Borsten durch das Verbiegen während der Zahnreinigung Risse bekommen. In der Folge steigt damit auch die Keimzahl auf der Zahnbürste an. Es ist anzunehmen, dass das Keimspektrum auf der Zahnbürste nicht mit dem Keimspektrum in der Mundhöhle des Verwenders identisch ist.

Wir empfehlen deshalb die regelmäßige Desinfektion der Zahnbürste, Zahnprothese usw. mit anti-infect Dentalspray, insbesondere dann, wenn (Re-)Infektionen auf jeden Fall zu vermeiden sind: bei Älteren, Diabetikern und Schwangeren oder bei einer Autoimmunerkrankung. [mehr über Zahnbürste & Co.]

anti-infectGrippeviren auf Wanderschaft

Hat's den Ersten erwischt, folgt bald der Rest der Familie - Erkältungskrankheiten werden in Form von Tröpfcheninfektion durch Anhusten, Niesen etc., aber auch über die Zahnbürste weitergegeben. Es reicht bereits, wenn zwei Bürsten Kopf an Kopf im Becher stehen - die Viren können problemlos weiterwandern und schon sind die Zahnbürsten kontaminiert. Ähnlich sieht's mit "geliehenen" Fremdzahnbürsten aus. Nicht umsonst heißt es oft, man solle nach einer Erkältung die Zahnbürste wechseln. Noch besser ist jedoch die tägliche Desinfektion während einer Erkältung oder Grippe. Influenzaviren haben übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit Herpesviren.

Herpes-Viren sind hart im Nehmen

Herpes-simplex-Viren sind besonders zäh: Im Badezimmer, einem Milieu mit hoher Luftfeuchtigkeit, weisen selbst nach sieben Tagen aufbewahrte Zahnbürsten noch die Hälfte der infektiösen Viren auf. Die Crux: Wer einmal Herpes (Fieberbläschen) hatte, bekommt sie meist immer wieder. Die Erstinfektion erfolgt häufig im frühen Kindesalter ohne erkannt zu werden. Macht das Immunsystem aufgrund einer Krankheit (z.B. Grippe) oder einer Operation schlapp, wird der Virus wieder aktiv und kann erneut übertragen werden. Für Lippenherpes-Infizierte also unerlässlich: die regelmäßige Desinfektion der Zahnbürste. [mehr über Herpes]

Soorpilze befallen Zahnprothesen

Candida albicans gehören zur schnellen Sorte: Der häufi g Mundsoor verursachende Hefepilz lässt sich binnen einer Stunde auf der Oberfläche künstlicher Gebisse nieder. Nach vier Stunden hat er alle porösen Stellen, weitere drei Stunden später gar die komplette Zahnprothese in Beschlag genommen. Um die permanente Re-Infektion im Mund zu verhindern, bedarf es einer wirksamen Desinfektion vor den Tragezeiten – desinfizieren Sie die Prothese mit anti-infect Dentalspray. [mehr über Candida albicans]

Entzündungen im Mund strahlen auf den übrigen Körper aus

Über die Blutbahn können Keime aus den Entzündungen des Mund-Rachenraumes an jede Stelle des Körpers gelangen. Bei immungeschwächten Menschen (alte Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder, Schwangere, Diabetiker, Menschen unter Chemotherapie oder Strahlentherapie, Menschen mit Autoimmunerkrankungen, Transplantationspatienten) können Krankheitserreger schwere Allgemeininfektionen verursachen. Bakterien, die durch die tägliche Zahnreinigung ins Blut gelangen, können Entzündungen an den Herzklappen verursachen und einen dauerhaften Herzschaden nach sich ziehen. Eine chronische Entzündung im Mund-Rachenraum begünstigt die Entstehung weiterer Infektionsherde im Körper, weil sie das Immunsystem des ganzen Körpers schwächt. Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose / Parodontitis und Gingivitis bekommen also ein ganz neues Gewicht in der Betrachtung der Gesamtgesundheit eines Patienten. [mehr über Parodontitis und Gingivitis]

Schwangerschaft

Seit Anfang der 90er Jahre weiß die zahnmedizinische Forschung um den Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und dem erhöhten Risiko von Frühgeburten bzw. Neugeborenen mit unterdurchschnittlichem Geburtsgewicht. Studien belegen, dass das Risiko einer Frühgeburt oder eines untergewichtigen Neugeborenen bei Frauen mit einer Parodontitis siebenmal höher als bei Frauen mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch ist. Schwangere sollten deshalb ganz besonders auf Ihre Mundhygiene achten und auch die Desinfektion der Zahnbürste in Erwägung ziehen. [mehr über Parodontitis in der Schwangerschaft]

Nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen)

Nosokomiale Infektionen sind in Krankenhäusern, Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens erworbene Infektionen. Das Robert-Koch-Institut geht in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes von immerhin 500.000 bis 800.000 Fällen nosokomialer Infektion im Jahr in Deutschland aus. Viele Quellen geben eine Sterberate von 15.000 bis 30.000 pro Jahr an.

Wir  empfehlen Ihnen, während und kurz nach einem Krankenhausaufenthalt die regelmäßige Desinfektion Ihrer Zahnbürste. Ihr Körper und ihr Immunsystem sind durch Krankheit und/oder durch eine Operation geschwächt, eventuell übertragene Keime treten durch die Krankheiten im Umfeld häufiger auf und sind zudem eher aggressiv oder multiresistent (u. a. MRSA). Die Desinfektion der Zahnbürste ist deshalb ein kleiner, aber einfacher Schritt, das Risiko einer nosokomialen Infektion etwas zu verringern. [mehr über Krankenhausinfektionen]